Implantologie

Lebensqualität

Alles ist im Fluss. Was gestern noch Stand der Dinge war, ist heute nicht mehr optimal. Typisch für die Medizin: Es gibt auf bestimmten Teilgebieten rasante Fortschritte.

Von der Erfüllung eines Traums der Zahnheilkunde, nach Zahnverlust neue Zähne wachsen zu lassen, sind wir augenblicklich noch weit entfernt.

Jedoch hat sich im Bereich der Einpflanzung künstlicher Zahnwurzeln in den letzten Jahren enorm viel getan. Schauen wir 30 Jahre zurück: Damals gab es noch Zweifel, ob diese sogenannten Implantate überhaupt vom Körper angenommen werden, und wenn ja, ob diese genügend belastbar und auch langfristig erhaltbar sind. Mittlerweile sind mehrere Millionen von Implantaten seit vielen Jahren zur vollen Zufriedenheit der Patienten in Gebrauch.
Heute ist es fast in jedem Fall möglich zu implantieren. Noch vor 15 Jahren war „zu wenig Knochen" eine absolute Kontraindikation, d.h. man konnte einfach nicht implantieren. Heute können wir in den meisten Fällen durch zusätzliche Maßnahmen wie Knochenaufbau und Membrantechnik trotzdem Implantate einsetzen.

 

Planung

Durch mikrochirurgische Implantat- und Parodontalmaßnahmen können wir sogar bei fortschreitendem Zahnverlust und Zahnfleischrückgang wieder ansprechende Ergebnisse erzielen.
Anhand digital erstellter Fotos und Röntgenaufnahmen können wir schon vor der Operation Simulationen durchführen, die das Behandlungsergebnis planbar machen. Modelle der gewünschten zukünftigen Zahn- Stellung werden erstellt und Schablonen gefertigt, die die exakt richtige Position von Zähnen und Zahnimplantaten vorgeben.

 

Operationstechnik

Es gibt viele Ursachen, die zu einem Verlust an Kieferknochen führen können. Zu ihnen gehören beispielsweise Parodontose, Unfälle, schlecht sitzender Zahnersatz etc. Die Folge kann ein unzureichendes knöchernes Implantatlager sein. Soll dennoch implantiert werden, muss zuvor Knochen aufgebaut beziehungsweise ein ausreichend starkes Implantatlager geschaffen werden. Dafür stehen dem implantierenden Zahnarzt verschiedene Methoden zur Verfügung.

 

Knochenaufbau

Wenn für den Einsatz eines Implantats Knochen fehlt und aufgebaut werden soll, dann ist körpereigener Knochen des Patienten sicherlich das beste Material. Bei kleineren Defekten kann meist genügend Substanz im Bereich der Mundhöhle gewonnen werden. Zur Vermeidung von Entnahmedefekten werden jedoch auch häufig Knochenersatzmaterialien eingesetzt. Diese sind ähnlich aufgebaut wie menschlicher Knochen. Hergestellt oder gewonnen werden sie aus Algen, Tierknochen oder rein synthetisch. Sie zeigen bei richtiger Anwendung exzellente Ergebnisse und werden im Laufe der Jahre häufig völlig im Knochen eingebaut und/oder abgebaut und durch eigenen Knochen ersetzt. In einigen Fällen wird zusätzlich mit einer Folie (Membran) aus Kollagen das Knochenaufbaumaterial abgedeckt. Diese dient als eine Schutzbarriere, die das Einwachsen von Bindegewebe verhindert und dadurch eine ungestörte Regeneration des Knochens ermöglicht.

 

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Abbildung: Ablauf eines Knochenaufbaus mit Aufbaumaterial und Membran zur Schaffung eines Implantatbettes.

 

Patientenbeispiele

Abschließend einige Patientenfälle. Für viele Situationen gibt es die unterschiedlichsten Lösungsansätze. Meist spielt der Patientenwunsch eine entscheidende Rolle. So kann ein zahnloser Unterkiefer z.B. mit 2, 3, 4, 6 oder auch mit bis zu 12 Implantaten versorgt werden. Mit der Anzahl der Implantate steigt auch der Tragekomfort des Zahnersatzes. So kann bei einer größeren Anzahl an Implantaten eine zusätzliche Abstützung des Zahnersatzes auf der Mundschleimhaut vermieden werden. Der Zahnersatz wird graziler gestaltet, dem Gefühl der natürlichen eigenen Zähne angenähert.

 

Erfolg

Am Erfolg sind zwei Personen beteiligt. Der Zahnarzt und der Patient. Der Zahnarzt stellt die Diagnose und wählt das individuell passende Implantat aus. Das Einsetzen des Implantates in den Kieferknochen ist eine zahnärztliche chirurgische Tätigkeit, die sehr viel Genauigkeit und besondere Kenntnisse erfordert. Sie stellt hohe Anforderungen an das Können des Zahnarztes. Die implantatsspezifische Versorgung erfordert ein gesteigertes Maß zahnärztlichen Einsatzes und zahntechnischen Könnens.

Auch der Patient trägt zum Erfolg der Implantation mit seiner persönlichen Zahnpflege bei, indem er eine gewissenhafte Mundgyiene betreibt.

 

Qualifikation

Hohe ärztliche Qualifikation (zertifiziert von der Konsensuskonferenz der Deutschen Implantologischen Gesellschaften) und Technik sorgen zusammen für hervorragende Ergebnisse, die gerade für die Prognose von Zahnimplantaten besonders wichtig sind.